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Geschichtliches am "Grünen See"
Am 18. April 2009 führte Kurt Maurer eine Gruppe Geschichtsfreunde aus Körle, Empfershausen, Röhrenfurth und Melsungen zum "Grünen See" und zur "Hüneburg" bei Eiterhagen (Gemeinde Söhrewald).
Der "Grüne See" - ein ehemaliger Basaltsteinbruch - war in den 1950er und 1960er Jahren ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Naturschwimmbad und Campingplatz. Daher kamen zahlreiche Interessierte um in Jugenderinnerungen zu schwelgen und um geschichtliches über die Entstehung des Sees zu erfahren. Hierzu das Manuskript
Basaltabbau am Grünen See.
Die PDF-Datei ist ca. 3 MBytes groß.
Nahe beim "Grünen See" liegt die "Hüneburg". Dem Namen nach eine früh- oder vorgeschichtliche Höhensiedlung, von der bis jetzt noch keine Spuren gefunden wurden. Im Wald bei der Hüneburg finden sich zahlreiche Ackerraine, die von einer mittelalterlichen Wüstung zeugen. Noch bis ins späte 19. Jahrhundert haben Bauern aus den umliegenden Dörfern hier Wiesen bearbeitet. Für diesen Teil der Exkursion entstand das Manuskript
Die Hüneburg.
Die PDF-Datei ist ca. 1,5 MBytes groß.
Bilder für die kein Platz im Manuskript war bzw. die erst nach Abschluss der Arbeit eingegangen sind.
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Historische Bilder

Die Arbeitsplätze der Steinrichter waren auf dem Plateau vor dem "Grünen See".
Repro: Lothar Rolwes, Söhrewald

Da die Arbeiter bei ihrer Tätigkeit Wind und Wetter ausgesetzt waren, bot die Kantine einen Platz, wo sie
ihr Essen im Warmen und Trockenen einnehmen konnten.
Repro: Lothar Rolwes, Söhrewald
Blick in den unteren, dem ältesten Steinbruch am Steinmal
Repro: Lothar Rolwes, Söhrewald

Der Übergang der Seilbahn in die Werksanlagen des Steinbruchs am Ölberg.
Repro: Gemeinde Körle

Die Seilbahn überquert die Straße zwischen Eiterhagen und Quentel.
Eine große Plattform schützt den Verkehr vor herabfallenden Steinen.
Repro: Gemeinde Körle

In der Winkelstation knickte die Seilbahntrasse in Richtung zum Steinbruch am Ölberg ab.
Repro: Gemeinde Körle

Bei Reparaturen der Seile wurde eine provisorische Spannstation eingerichtet,
mit der die schweren Stahlseile wieder zusammengezogen wurden.
Repro: Lothar Rolwes, Söhrewald

Ankunft der Seilbahn am Brecher der CBI in Körle.
Repro: Gemeinde Körle

Die Brecheranlage der CBI in Körle.
Repro: Heinz Rüdiger, Körle
Im Basaltinwerk wurden Fertigteile aus Beton wie Gehwegplatten, Bordsteine u.s.w. gefertigt.
Repro: Gemeinde Körle

Eines der wenigen Bilder aus dem Basaltwerk - Brecher im Riedbachtal - Rüdewichsgraben.
Kleinbahnloren werden aus einem Silo gefüllt.
Repro: Gemeinde Körle

Eine kleine Dampflok (Schmalspur 600 mm) zog die Loren vom Brecher
durch das Mülmischtal, am Riesenrain und der B83 entlang zur Verladung
nach Körle.
Repro: Lothar Rolwes, Söhrewald
Aktuelle Bilder
Alle Fotos: Kurt Maurer, Melsungen
Der Grüne See

Aus einem ehemaligen Steinbruch ist ein wahres Naturparadies geworden.

Die Wand des ehemaligen Steinbruchs "Grüner See" bietet ein Bild der hier anstehenden Basaltformationen.
Der älteste Steinbruch

Der älteste Steinbruch ist der nordöstliche, unterhalb der Straße nach Eiterhagen liegende Bruch.
Von hier wurde in der 1890er Jahren eine Standseilbahn (Hemmebahn) zum Michelehen an die Straße Eiterhagen - Empfershausen gebaut. Nun konnten die Steine mit Pferdefuhrwerken auf der Straße nach Melsungen gebracht werden. Eine wesentliche Erleichterung gegenüber dem anfänglichen Transport auf unbefestigten Waldwegen.

Der Bahndamm der Standseilbahn (Hemmebahn).

Nach der Erschließung des Steinbruchs "Grüner See" wurde dieser durch eine Lorenbahn mit dem unteren Steinbruch verbunden. Wegen des starken Gefälles ist zu vermuten, dass diese auch in der Technik einer Standseilbahn betrieben wurde.
Der Brecher im Rüdewichsgraben - Riedbach
Ab 1911 war die Verladung der Steine im Bahnhof Körle möglich. Die Produktion wurde ausgeweitet. Am unteren Ende des Rüdewichsgrabens - Riedbachtales wurde ein Brechwerk gebaut. Einige Ruinen des Werkes sind noch vorhanden.
Ruinen des Brechers im Rüdewichsgraben - Riedbachtal.

Ruinen des Brechers im Rüdewichsgraben - Riedbachtal.

Die Vorratsbunker.
Hier wurden die Loren für den Transport nach Körle beladen.

Die Fülltrichter zum Beladen der Loren.
Ruinen am Steinbruch "Grüner See".


Auf dem Plateau vor der Zufahrt zum "Grünen See" waren die Arbeitsplätze der Steinrichter.
Auf den Fotos sehen sie die Grundmauern der Steinrichterhütten - der Kipperbuden.

Die Überreste der Schmiede.


Die Ruinen der Kantine im Ostteil des Steinbruchs "Grüner See".
Standseilbahn vom "Grünen See" zum Brecher im Rüdewichsgraben.
Im Jahre 1912 wurde eine Standseilbahn vom Steinbruch "Grüner See" gebaut. Bruch- und Pflastersteine wurden zum Brecher im Rüdewichsgraben transportiert.

Der oberste Teil des Bahndammes.

Der Bahndamm im unteren Teil.

Prinzipskizze einer Standseilbahn, wie sie vermutlich auch am "Grünen See" benutzt wurde.

Abtsche Weiche der Standseilbahn auf den Petrin in Prag.
In der Mitte zwei Bremsseile - rechts Antriebsseil. Am "Grünen See" gab es keine Bremsseile. Dort wurde das Antriebsseil im Bremskeller gebremst.
Da die Abtsche Weiche keine beweglichen Teile hat, ist sie betriebssicher und wartungsfrei.

Achse der Standseilbahn auf den Petrin in Prag.
Links das Rad mit zwei Führungskränzen. Das Rad läuft auf der Außenseite der Abtschen Weiche und führt den Wagen nach außen. Dadurch können sich die Wagen im Begegnungsbereich nicht berühren. Rechts das Walzenrad ohne Führung. Dieses Rad kann über die Schienenlücken für die Seile und über die sich kreuzenden Schienen des Herzstücks rollen.
Steinbruch an der "Hüneburgwiese"
Im Jahre 1926 musste der Steinbruch "Grüner See" aufgegeben werden. An der "Hüneburgwiese" wurde ein neuer Bruch erschlossen. Hier konnten nur wenige Jahre Steine gebrochen werden, dann wurden die Aktivitäten zum Steinbruch am "Ölberg" bei Quentel verlegt. Dieser Bruch wird noch heute ausgebeutet.

Der Steinbruch von 1926. Hier standen nur dünner Plattenbasalt an.

Die Schlucht zum hinteren Teil des Steinbruchs.

Der hintere Teil des Bruches.

Schon seit vielen Jahren balanciert die alte Hutebuche auf der Abbaukante.
Spuren der Mittelalterlichen Wüstung auf der Hüneburg.

Panorama von der Abraumhalde über der Hünburgwiese in den Chattengau bei Gudensberg.- Zum Start der Animation bitte auf den Titel oder in das Bild klicken. Der Ablauf der Animation kann dann mit den Symbolen in der linken unteren Ecke gesteuert werden.
Das Wiesenareal an der Hüneburg war im 19.Jahrhundert noch weitaus größer. Bauern aus Röhrenfurth, Körle, Eiterhagen, Schwarzenberg und Kehrenbach bearbeiteten diese Wiesen.



3 Fotos von Ackerrainen des mittelalterlichen Ackerbaus.


2 Fotos einer alten Hutebuche.
Hutebuchen und -eichen lieferten Bucheckern und Eicheln für die Schweinemast. Der Wert eines Eichenwaldes wurde oftmals nicht nach der Menge Holz, die er lieferte, sondern nach der Zahl der Schweine, die zur Mast hinein getrieben werden konnten, berechnet.
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